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02.04.2019

Nachlese zum 51. Nautischen Essen des Nautischen Vereins Brunsbüttel

 

Keine Zweifel: Klares Ja zu LNG

Wirtschaftsminister lobt kritischen Dialog und hebt Vorteile heraus

Von Tobias Stegemann

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Der Glaube an ein LNG-Terminal in Brunsbüttel ist bei BerndBuchholz ungebrochen                       FOTO:Tobias Stegemann

BRUNSBÜTTEL Es brauchte etwas Zeit bis Bernd Buch­holz und die Gäste des 51. Nautischen Essens des gleichnamigen Vereins in Brunsbüttel  miteinander warm wurden. Der schleswig-holsteinische  Wirtschaftsminister mahnte zu­nächst an, den Blick nicht nur nach hinten zu richten, ehe er sich genötigt sah, das Plenum zum Applaudieren aufzufordern. Nach den holprigen Anfangsminuten aber war es der Bernd Buchholz, den man kennt: witzig, dynamisch, auf den Punkt argumentierend.

Damit war auch Gastgeber Michael Hartmann zufrie­den. „Herr Minister, Ihre Worte waren Balsam für un­sere Seele“, konstatierte der Vorsitzende des Nautischen Vereins. Besagtes Balsam war an diesem Abend gasförmig beziehungsweise  flüssig.
Nach den Ereignissen der vergangenen Woche stand das geplante LNG-Terminal in Brunsbüttel im Zentrum von Buchholz’ Ausführun­gen. Mit Blick auf das Flüssig­erdgas sagt er: „Hier in Dith­marschen hat man frühzeitig die Chancen erkannt.“ Anfang vergangener Woche hat­te die Bundesregierung ent­schieden, die Kosten für den Anschluss ans Gasnetz nicht den Betreibern aufzuerlegen, sondern auf die Verbraucher umzulegen. „Ich bin dem Bundeswirtschaftsminister dankbar, dass diese Zusam­menarbeit an dieser Stelle und insgesamt sehr gut funk­tioniert.“

Und natürlich konnte sich Buchholz eine Spitze in Rich­tung des Koalitionspartners nicht verkneifen. Auf ihrem Parteitag hätten die Grünen LNG als Brückentechnologie mehrheitlich abgelehnt: „Ge­rade die, die sich so sehr für das Klima einsetzen, sollten jetzt nicht anfangen, diese Technologie in Frage zu stel­len.“ Der Minister lobte den kritischen Dialog bei dem Thema, und er bestritt nicht, dass LNG ein fossiler Brenn­stoff ist und der so genannte Methanschlupf (Austreten von Methan bei Betankung und Regasifizierung) exis­tiert. „Aber durch LNG ent­stehen im Schiffsverkehr deutlich weniger Emissionen als bei der Verbrennung von Öl oder Diesel.“

Buchholz zeigte sich opti­mistisch, dass das Terminal als Brückentechnologie kommt. Damit würden Vor­aussetzungen in der Infra­struktur geschaffen, um zu­künftig dort auch Wasser­stofftechnologien zum Ein­satz zu bringen. „Wir wollen die Westküste zur Energiere­gion des Nordens machen.“ Ein Reallabor in Heide könn­te dabei Modellcharakter für die ganze Welt entwickeln.

Bei diesen Zukunftsper­spektiven musste Buchholz den Applaus dann auch nicht mehr einfordern.

Navigare-Preis für Raffinerie Heide

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 Umrahmt von Frank Schnabel (l.) und Michael Hartmann (r.) nimmt Jürgen Wollschläger die Auszeichnung entgegen

FOTO: Kolz

BRUNSBÜTTEL Zum 9. Mal wurde der Brunsbütteler „Navigare-Preis“ des Nauti­schen Vereins vergeben. Tra­ditionell geht er an Persön­lichkeiten, die sich im Inte­resse des maritimen Wirtschafts- und Hafenstandorts Brunsbüttel eingesetzt und dabei ein herausragendes Engagement gezeigt haben.

Frank Schnabel machte es spannend, zumindest ver­suchte er es. Der Geschäfts­führer von Brunsbüttel Ports und Sprecher der Werkleiter­runde hielt die Laudatio.

„Unserem diesjährigen Preisträger ist es mit zu ver­danken, dass wir in Brunsb­üttel heute gleich mehrere Häfen an der Elbe und im Nord-Ostsee-Kanal haben“, erklärte er, ohne gleich den Namen zu nennen. Der gera­de Mal 50-jährige Elbehafen ist ein Universalhafen, der für den wichtigen Rohstoff Rohöl gebaut wurde. Die „Naess Leader“ löschte als erstes Schiff 1967 ihre La­dung für die Raffinerie Heide, die bis heute 157 Millionen Tonnen davon umgeschlagen hat. Monatlich löschen zirka fünf Tanker im Elbehafen ih­re Fracht, das Öl wird dann durch unterirdische Pipe­lines direkt zur Raffinerie Hemmingstedt transpor­tiert. Die daraus erstellten Produkte werden teilweise über den Ölhafen im Kanal weiter verschifft oder auch vor Ort von den Industrieun­ternehmen im Chem-Coast­ Park Brunsbüttel genutzt.

Spätestens ab diesem Zeit­punkt war das Geheimnis des Preisträgers gelüftet. „Die Raffinerie nutzt die gute lo­gistische Lage am Schnitt­punkt Elbe und Kanal, um auf diese Weise schnell die Märk­te im Nord- und Ostseeraum zu erreichen“, führte Schna­bel aus. Es sehe den Preisträ­ger, die Raffinerie, als wichti­gen Impulsgeber für Bruns­büttel, der sich zudem für er­neuerbare Energien beschäf­tigt. Zurzeit wird im Realla­bor Westküste 100 an der Entwicklung synthetischen Kerosins gearbeitet (wir be­richteten).

„Mit dem Bau der Häfen konnten wir neue Märkte entdecken“, dankte Jürgen Wollschläger. Der Geschäfts­führer der Raffinerie Heide nahm die Navigare-Welle von Frank Schnabel und Mi­chael Hartmann entgegen. „Unser Anliegen ist es, den Standort zu unterstützen. Die nächsten Jahre werden für Brunsbüttel herausfordernd sein. “Wollschläger betonte: „Bange ist mir nicht, hier an der Küste sind wir ja sturmerprobt.“   sko

Fast 2000 Euro für Hilfe der Seeleute

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 Wolfgang Deters mit der gut gefüllten Geldtasche

FOTO: Kolz

BRUNSBÜTTEL Wenn de Nautische Verein zum Esse lädt, wird traditionell gesammelt. Der stellvertretende Vorsitzende der Seemannsmission, Wolfgang Deters dankte allen Spendern für die Summe von 1984,87 Euro und 20 Dänische Kronen. Auch Michael Hartmann Vorsitzender des Nautischen  Vereins, war begeistert von der Summe. „Wir haben heute 234 Gäste, also weniger als im letzten Jahr, aber der Betrag ist höher.“

Die Seemannsmission bietet den Seeleuten ein Stück Heimat – zum Beispiel durch das Skypen im Seemannsclub. Zudem gibt es in Brunsbüttel einen Gebetsraum Und mit Kleinbussen werden die Seeleute zu Arztbesuchen, Behörden oder zum Einkaufen gefahren.       sko

 

 

 


 

   
   

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